Sonderausstellungen

Die einzelnen Veranstaltungstermine finden Sie im Veranstaltungskalender.

Sprudelnde Kostbarkeit

  • 22.05. 2022 bis 07.09.2022

    Foto: K.F. Hartmann, Bearbeitung Anthony JudgeDie Ausstellung zeigt die Bedeutung von Wasser im täglichen Leben der Bewohner aller Ortsteile der Gemeinde Schopfheim über die letzten 200 Jahre.In der Vergangenheit nutzten die Schopfheimer*Innen beispielsweise die Wasserquellen ihres Hausberges Entegast, Brunnenmeister betreuten ein komplexes Leitungsgeflecht und sicherten die Versorgung der Bevölkerung mit fliessendem Wasser. Mehr als 100 Wald-, Feld-, Dorf- und Stadtbrunnen können auch heute noch ausgemacht werden. Viele sind nicht mehr in Betrieb. Um 1880 begann der Bau eines zentralen Leitungsnetzes, um die Haushalte direkt mit Frischwasser zu versorgen. Brunnen dienten nunmehr als Viehtränke oder pittoreske Orte der Stadt- und Dorfverschönerung.  Mit künstlerisch gestalteten Brunnen setzte sich dieser Trend bis in die Gegenwart fort. Der kommunale Sparzwang führt aber zu einer Neubewertung: Sind die öffentlichen Brunnen in einer wärmeren Welt Orte der sinnlosen Wasservergeudung oder tragen sie durch Verdunstung zu einem besseren Mikroklima bei? Die Ausstellung vermittelt die wechselvolle Geschichte einiger bekannter Brunnen in Schopfheim und entwirft so ein Bild der Wasserversorgung über die letzten 200 Jahre. Sie lädt ein, sich auch über den zukünftigen Wert und die Bedeutung der öffentlichen Brunnen Gedanken zu machen.
     
    Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung

Die Wiese und der Rhein - Geschichte(n) eines Nebenflusses

  • 20.11. 2022 – 02.04. 2023

    Die Wiese gehört zum Flusssystem des Rheins. Als einziger rechtsrheinischer Zufluss mündet sie noch auf dem Gebiet der Schweiz in den Oberrhein. Der Schriftsteller Johann Peter Hebel (1760 – 1826) entwarf die Wiese nicht nur als Kulisse und Sehnsuchtsort, sondern widmete ihr - der Akteurin und Gestalterin einer Landschaft - sein berühmtes Gedicht: Am Ende ihres Weges folgt die vorherbestimmte Hochzeit mit dem Rhein. ,Rhein und Wiese bilden natürliche und kulturelle Landschaften des Austausches. So formte der eiszeitliche Schotterfächer des Wiesedeltas das heutige Rheinknie. Bis zum Bau der Rheinkraftwerke im 20. Jahrhundert zogen Wanderfische wie der Lachs auch die Wiese hinauf. Und immer machte sich der Mensch den Austausch der beiden Flüsse zunutze und gestaltete diese Landschaft des Fließens als Raum seiner Kultur.

    G. Friesenegger. Die Wiese zwischen Fahrnau und Hausen 1825

    Die Ausstellung „Die Wiese. Geschichte(n) eines Nebenflusses“ widmet sich der Verbindung von Rhein und Wiese und der Menschen an ihren Ufern. Ausgesuchte Geschichten erzählen vom Wandel eines Flusses, in dessen kontinuierlich veränderter Gestalt sich auch ein Teil der Geschichte des Menschen spiegelt.

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