Logo Bewerbung Zentralklinikum



Stadtnachrichten

Zentralklinikum: Bürgermeister Christof Nitz sieht Schopfheim weiterhin vorne


Das Gutachten zur Wasserschutzzone II ist da. Nitz fordert eine neue und faire Bewertung und ist sich sicher: Schopfheim ist und bleibt der beste Standort für alle Menschen im Landkreis. Die Kosten müssen mit in die Bewertung einfließen. Der Bürgermeister appelliert zur Teilnahme an der Informationsveranstaltung des Landkreises Lörrach und der Kreiskliniken GmbH am Montag, 6. Februar um 19.30 Uhr in der Schopfheimer Stadthalle.

Das „heißeste“ Thema im Landkreis ist und bleibt die Standortfrage für das zukünftige Zentralklinikum.

Nach der ersten Auswertung der Bewertungsmatrix liegt die Stadt Schopfheim mit seiner Grundstücksofferte mit 75,5 % auf dem zweiten Platz. Die Stadt Lörrach liegt mit 84,3 % ganz vorne und die Stadt Rheinfelden rangiert mit 74,7 % knapp hinter Schopfheim auf dem dritten Platz.

Wie die Bewertungskommission aus der Zusammensetzung des Landratsamts Lörrach und der Kreiskliniken auf die einzelnen Bewertungen kommen, ist jedoch sehr fraglich. Daß z.B. die bereits bestehende S-Bahn-Haltestelle in Schopfheim-West nicht höher bewertet wird als vorgeschlagen, ist für Bürgermeister Christof Nitz nicht nachvollziehbar.

Auch die beiden „Knackpunkte“ Grünzäsur und Wasserschutzzone II die Schopfheim von Anfang an auch transparent dargelegt hat, dürfen nach der neuen Sachlage kein Hinderungsgrund mehr sein, dem Standort Schopfheim die beste Bewertung aller Grundstückofferten zu geben.

Luftbildaufnahme des Standortes für das Zentralklinikum

Die in der Grünzäsur festgelegte Fläche kann bei einem Bauvorhaben von zentralörtlicher Bedeutung nach Auskunft von Verbandsdirektor Karl Heinz Hoffmann vom Regionalverband Hochrhein-Bodensee, bei Vorliegen von entsprechenden Ausgleichsflächen ohne Probleme geändert werden. Hierzu bedarf es lediglich eines Beschlusses der Verbandsversammmlung. Ein entsprechender Flächennutzungsplan und Bebauungsplan kann im Rahmen des Planungskonzepts erstellt werden, so dass es keine zeitliche Verzögerung für die Planung und den Bau des Zentralklinikums in Schopfheim geben wird.

Verwundert zeigte sich Schopfheims Bürgermeister über die schnell erteilte „Rote Karte“ bezgl. der Wasserschutzzone II. Es stimmt, das Grundstück liegt zu 2/3 in der Wasserschutzzone II. Diese wurde eingerichtet, um eine optimale Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu sichern. Die aktuelle Wasserschutzzone II wurde am 23.06.1992 durch eine Rechtsverordnung des Landratsamtes Lörrach erlassen. Am 29.07.2009 wurde das Büro für Geoinformatik und Umwelttechnik Böhler & Blau vom Zweckverband Wasserversorgung Dinkelberg mit hydrologischen und hydrogeologischen Voruntersuchungen zum Bau eines neuen Trinkwasserversorgungsbrunnens in der betreffenden Wasserschutzzone II beauftragt. Das festgelegte Untersuchungsprogramm zur hydrogeologischen Untersuchung wurde gemeinsam vom Landratsamt Lörrach und dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau im Regierungspräsidium Freiburg festgelegt. Der Tiefbrunnen wurde mittlerweile gebaut, und das Gutachten, welches Untersuchungen über mehrere Jahre hinweg bedurfte, hat die Stadt Schopfheim nun am Freitag erhalten. Christof Nitz: „ Ich wundere mich schon sehr, dass vom Landratsamts kein Wort über das bereits im Jahr 2009 beauftragte Gutachten gefallen ist. Dieser Vorgang müsste den zuständigen Personen eigentlich bekannt sein. Am Montag werde ich das Ergebnis dem Landratsamt vorlegen und am Abend in der Informationsveranstaltung in der Stadthalle präsentieren“. Das Gutachten muss dann vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) geprüft werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass bei einer engen Zusammenarbeit mit dem LGRB während des Prozesses der Untersuchungen hier keine Hindernisse im Wege stehen sollten. Den Erlass einer Rechtsverordnung für eine neue Wasserschutzzone II erteilt dann wiederum das Landratsamt Lörrach. Schopfheims Bürgermeister stellt nochmals deutlich klar, dass dieses Gutachten bereits 2009 in Auftrag gegeben wurde. Da war das Zentralklinikum noch kein Thema.

In Frage stellt Nitz auch die Aussage der Bewertungskommission, dass die Kläranlage nicht für die Menge an Abwasser geeignet sei. Grundsätzlich sei ein Ausbau von derzeit 3 auf 4 Reinigungsstufen möglich. Es kann auch eine Vorkläranlage im Grundstück installiert werden. Diese Problematik trifft nicht nur auf Schopfheim zu. Auch Lörrach wird in diesem Bereich tätig werden müssen. Schopfheim hat jedoch den Vorteil, dass eine Anschlussmöglichkeit an den Verbandssammler direkt am Grundstück zur Verfügung steht, so dass kein aufwendiges Verlegen von Leitungen nötig wäre.

Für Schopfheims Bürgermeister ist es vor allem wichtig, ein Zentralklinikum für alle Menschen im Landkreis Lörrach an einem Standort zu bauen, der u.a. auch die beste Erreichbarkeit bietet. Die bisherige Auswertung hat ergeben, dass Schopfheim die beste Erreichbarkeit aller Bewerber hat. Wenn man die einzelnen Fahrtzeiten von 15, 30, und 45 Minuten zusammenzählt, erreicht der Standort Schopfheim mit einem Einwohneranteil von 302.537 die meisten Menschen. Lörrach kommt dabei auf 292.843 Einwohner und Rheinfelden auf 284.903 Einwohner. Die Einwohner des Landkreis Waldshut-Tiengen wurden bei allen Standorten entsprechend berücksichtigt um die Ränder des Einzugsgebietes mit aufzunehmen. Es bleibt also dabei: Schopfheim – Zentraler geht’s nicht!

Das Zentralklinikum in Schopfheim würde auch dem Fachkräftemangel im Ländlichen Raum entgegenwirken. Es zeigt sich, dass sich Fachärzte gerne in der Umgebung eines Zentralklinikums ansiedeln. Dies wäre ein weiterer positiver Nebeneffekt, der den Ländlichen Raum stärken würde, und den der Ländliche Raum auch dringend braucht!

Insgesamt erhofft sich Nitz einen weiteren fairen und transparenten Dialog mit allen Beteiligten. Alle neuen Fakten müssen nun mit in die Bewertung einfließen. Fair und transparent heißt auch: Die Kosten für den Grundstückskauf, Erschließung und Anbindung an den ÖPNV und das Straßenverkehrsnetz für den jeweiligen Standort müssen offen dargelegt werden und mit in die Bewertung einfließen. Eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung aller Standorte hat nämlich bis jetzt noch zu keiner Zeit stattgefunden. Zeitlich ist das bis Ende März auch nicht zu schaffen. Somit ist für Nitz eine Entscheidung am 22. März im Kreistag auch nicht möglich. Eine einfache Mehrheit wird bei der Abstimmung im Kreistag jedoch ausreichen, und die Bürgermeister aus Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim werden aufgrund ihrer Befangenheit nicht abstimmen dürfen.

Es bleibt also weiterhin spannend, welche Stadt den Zuschlag für den Standort des künftigen Zentralklinikums erhält.

Für den kommenden Montag, 6. Februar hat der Landkreis Lörrach und die Kreiskliniken GmbH um 19.30 Uhr zur Informationsveranstaltung in die Stadthalle eingeladen, um über die einzelnen Bewertungen zu informieren.

Bürgermeister Christof Nitz appelliert: „Kommen Sie am Montag nach Schopfheim und unterstützen Sie damit den besten Standort für ein Zentralklinikum für alle Menschen im Landkreis Lörrach“.


Es informierte Sie:
Stadt Schopfheim
Marcus Krispin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 07622/396-110
E-Mail: m.krispin@schopfheim.de


  • Stadt Schopfheim
  • Hauptstraße 29 - 31
  • 79650 Schopfheim
  • Telefon: 07622 / 396-0
  • info@schopfheim.de
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK