Welt-Alzheimertag 2026
Welt-Alzheimertag 2026: Veranstaltungen informieren über Demenz und Unterstützung im Alltag
Anlässlich des Welt-Alzheimertages finden auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen im Landkreis Lörrach rund um das Thema Demenz statt. Unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ gibt es bis zum 29. Oktober Informationsveranstaltungen, Vorträge, Gesprächsrunden und weitere Formate für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Die Veranstaltungen bieten Gelegenheit, sich über Demenz zu informieren, Fragen zu stellen und mit Fachleuten sowie anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Eine Übersicht ist unter www.netzwerk-demenz-loerrach.de/aktuelles abrufbar.
Drei Vorträge in Lörrach, Rheinfelden und Efringen-Kirchen
Der Pflegestützpunkt Landkreis Lörrach und die Wohnberatung der Fritz-Berger-Stiftung beteiligen sich mit drei kostenfreien Vorträgen an der Veranstaltungsreihe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Am Donnerstag, 1. Oktober, um 15:30 Uhr, referiert der Seniorenbeauftragte der Stadt Lörrach, Maximilian Zeiträg, im Rathaus Lörrach über „Demenz im Quartier und zu Hause“ und im Anschluss Dominique Wieland (Wohnberater der Fritz-Berger Stiftung) über „Menschen mit Demenz zuhause – Leben und Pflegen mit technischer Unterstützung“.
Am Donnerstag, 8. Oktober, um 18.30 Uhr, in der VHS Rheinfelden (Hardtstraße 6) informiert Wohnberater Dominique Wieland über technische Hilfen, die das Leben und die Pflege bei Demenz zuhause unterstützen können.
Am Mittwoch, 14. Oktober, um 18 Uhr, im Ratssaal in Efringen-Kirchen (Hauptstraße 26) geht es um Fahrsicherheit im Alter und Mobilität bei Erkrankungen. Hierzu informieren Fahrlehrerin Gabi Bischler und Regina Rüttnauer vom Pflegestützpunkt Landkreis Lörrach.
Demenz kann auch jüngere Menschen betreffen
Mehr als 220.000 Menschen in Baden-Württemberg und etwa 1,9 Millionen Menschen bundesweit leben mit einer Demenzerkrankung – Tendenz steigend. Zwar nimmt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter zu, Demenz kann jedoch auch Menschen in jüngeren Lebensphasen betreffen. Schätzungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zufolge sind fast sechs Prozent der Betroffenen jünger als 65 Jahre.
Während bei hochaltrigen Menschen häufig der Verlust von Selbstständigkeit und zunehmende Pflegebedürftigkeit im Vordergrund stehen, stehen jüngere Betroffene teils noch im Berufsleben und haben familiäre und finanzielle Verpflichtungen. Unabhängig vom Alter sind frühzeitige Informationen und passende Unterstützung wichtig, sowohl für Betroffene als auch für ihre Angehörigen.
Frühzeitig informieren
Die Pflegestützpunkte beraten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen neutral, kostenfrei und wohnortnah zu Unterstützungs- und Entlastungsangeboten sowie zu Fragen der Pflege und zu Leistungen der Pflegeversicherung. Auch Menschen, die erste Veränderungen wahrnehmen oder sich vorsorglich informieren möchten, können dieses Beratungsangebot nutzen.
Die Diagnose Demenz bedeutet nicht zwangsläufig das Ende von Selbstbestimmung und Teilhabe. Viele Betroffene können über lange Zeit selbstbestimmt leben – insbesondere dann, wenn sie Verständnis, passende Unterstützung und ein demenzsensibles Umfeld erfahren.
Die Pflegestützpunkte appellieren: „Wissen schafft Sicherheit und hilft, Ängste und Vorurteile abzubauen. Jeder Mensch kann dazu beitragen, dass Teilhabe trotz Demenz möglich bleibt.“
Weitere Informationen und Beratung gibt es beim Pflegestützpunkt vor Ort (www.loerrach-landkreis.de/PSP), bei der Wohnberatung der Fritz-Berger-Stiftung (wohnberatung(at)fritz-berger-stiftung.de) und beim Netzwerk Demenz Lörrach (www.netzwerk-demenz-loerrach.de).